RFID Technologie


RFID und NFC sind zwei eng miteinander verbundene drahtlose Kommunikationstechnologien. Sie werden weltweit in zahlreichen Anwendungsgebieten wie beispielsweise Logistik, Zugangskontrolle, Identifikation, Authentifizierung, Autorisierung, Objektverfolgung (Tracking) und kontaktloses Bezahlen eingesetzt.

Logos Symbole RFID NFCAchten Sie auf diese Symbole: NFC Karten, Zahlungsterminals, RFID Pass


RFID?


RFID ist die Abkürzung für Radio Frequency Identification.

RFID ist ein Kommunikationstechnologietyp bei welchem Daten zwischen RFID-Lesegeräten und RFID Tags von Smart Cards oder elektronischen Pässen ausgetauscht werden.

Die Datenübertragung erfolgt kontaktlos mittels Funk über eine definierte Sendefrequenz und über eine spezifische Distanz.

Ein RFID System nutzt Funkwellen für die Kommunikation.

Typischerweise  erfolgt die Datenübertragung zwischen einem passiven RFID Tag (z.B. Kredit-/Debitkarte, Pass) und einem energiegespiesenen RFID-Lesegerät (z.B. Zahlungsterminals).

 

air interface RFID

Quelle: Christian Floerkemeier, Elgar Fleisch, "RFID Applications: Interfacing with Readers", IEEE Software, vol.25, no. 3, pp.67-70, May/June 2008, doi:10.1109/MS.2008.71

 

RFID Tags (RFID Transponder) speichern dabei Personen-, Biometrie- und Finanzdaten wie beispielsweise:

Karten:
Verfallsdatum, Kontonummer, Seriennummer.

Pass:
Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Nationalität, Fingerabdrücke.


Diese Daten senden sie 24/7/365, sobald sie von aussen von einem RFID-Lesegerät mit elektromagnetischer Energie versorgt werden. Die RFID Tags sind passiv habe also keine eigene Energiequelle, um Daten zu auszusenden. Die Energie dafür, liefert von aussen das RFID-Lesegerät.

Dadurch können sie über eine spezifische Entfernung mittels Datenübertragung via Funk ausgelesen/gescannt werden, auch von RFID Lesegeräten, die dafür eigentlich nicht befugt sind. Ein RFID Tag sendet seine Daten an alle RFID-Lesegeräte in seiner Umgebung.
    

RFID arbeitet auf spezifischen Frequenzbereichen und -bändern, jeder mit eigenen Standards, Protokollen und Auslesedistanzen wie beispielsweise:

  • 125 KHz LF (low frequency)
  • 13.56 MHz HF (high frequency)
  • 800-950 MHz UHF (ultra high frequency)

Jeder Frequenzbereich ist einem Frequenzband (LF, HF, UHF) zugeordnet.

Weitere Bestandteile/Komponenten von RFID Systemen sind häufig Softwareapplikationen, IT-Systeme wie z.B. RFID Middleware und Server mit einer Datenbank als Backend (um beispielsweise Zahlungstransaktionen zu verarbeiten oder Verifikationen durchzuführen).

Vertiefungsinformationen: www.nfc-off.ch / www.rfid-off.com


NFC?


NFC ist die Abkürzung für Near Field Communikation (Nahfeldkommunikation).

NFC ist ein auf der RFID-Technologie basierender Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über spezifische Distanzen mittels Funktechnik.

NFC ist eine Erweiterung des HF RFID Standards.  NFC teilt aus diesem Grund viele Eigenschaften mit RFID, so beispielsweise die Kommunikationen ohne direkten Kontakt (Sichtlinie).

NFC unterscheidet sich jedoch von RFID:

  1. NFC ermöglicht eine Zwei-Wege-Kommunikation und lässt sich deshalb für komplexere Interaktionen einsetzen/verwenden. NFC kommuniziert also in beide Richtungen, so dass die Daten vom und zum RFID Chip übertragbar sind.
  2. NFC ist auf die Kommunikation und damit auf Interaktionen auf eine nahe Distanz begrenzt (diese Entfernung hängt jedoch beispielsweise auch von der Leistung des RFID-Lesegerätes ab).
  3. Eigentlich kann nur ein einziger NFC-Tag auf einmal ausgelesen, d.h. gescannt werden (trotzdem gibt es beispielsweise bei Karten ein Risiko von Karteninterferenzen, -kollisionen und seriellen, automatischen Zahlungsabbuchungen).


Sicherheit von RFID-Systemen


Die Sicherheit von RFID-Systemen hängt von den eingesetzten kryptographischen Sicherheitsmechanismen wie beispielsweise Authentifizierungsverfahren, Verschlüsselung, Pseudonomisierung, Integritätsschutz und Zugangsschutz ab.

Vertiefungsinformationen: www.nfc-off.chwww.rfid-off.com